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Jugendarbeit kann auch im Trialsport betrieben werden

15. Juli 2004

Stellungnahme des MSC Kasendorf zu den Zeitungsartikeln über die Genehmigung eines Trainingsgeländes in Gärtenroth

Der MSC Kasendorf erhielt in den letzten Jahren immer wieder Schreiben des Landratsamtes, in denen der Verein aufgefordert wird Jugendarbeit zu leisten. Glücklicherweise besitzt der Club noch einige Mitglieder, die gewillt sind in dieser Sache tätig zu werden. Aufgrund dessen hat man sich entschlossen die Beantragung eines Trainingsgeländes in der Sandgrube der Firma Dietz bei Gärtenroth einzureichen. Es sollte eine genehmigte Geländefläche ausgewiesen werden, in dem Trialtraining zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden darf und somit wildes Fahren vermieden wird. Die Sandgrube ist des öfteren von Motorradfahrern mit Geländemaschinen und Geländewagenfahrern besucht, die dort ohne Erlaubnis des Besitzers wild herumfahren, was durch einer offiziellen Zuweisung des Geländes zu einem Verein unterbunden werden sollte (laut Besitzer). Die Trialsportabteilung des MSC Kasendorf möchte sich weit von diesen Fahrern distanzieren, da diese Personen einen vollkommend anderen Sport betreiben. Trialsport ist Akrobatik auf zwei Rädern. Es geht hierbei um Körperbeherrschung und Bewältigung vorgegebener Hindernisse möglichst ohne Bodenkontakt und dies bei geringen Geschwindigkeiten. Im Gegensatz zu Motocross oder anderen Rundrennen, wo es auf Geschwindigkeit und hohe Drehzahlen, verbunden mit starker Lärmbelästigung für die Umgebung, geht. In diesem Punkt sieht der MSC Kasendorf dringend Aufklärungsbedarf bei der Bevölkerung und vor allem bei den Gremienmitgliedern, die über Anträge entscheiden und dabei nicht einmal wissen, über was sie entscheiden. Motorradfahrer sind alle gleich, laute stinkende Vehikel, die Tiere verjagen und die Umwelt beschädigen. Genau das wollen wir vermeiden, dass alle Motorradfahrer über einen Kamm geschert werden. Der MSC hat bei der Antragstellung sogar Flächen der Sandgrube herausgenommen, in denen sich Tiere eingenistet haben. Die Genehmigung bezog sich nur auf ein Trainingsgelände in denen einige aktive Fahrer der Jugend diese Sportart näher bringen können. Das Gelände sollte weder erschlossen, noch irgendein Vereinheim errichtet werden, für das ein Wasser- und Kanalanschluss von Nöten gewesen wären und somit auch die „Investitionen, die sich nach zwei Jahren nicht amortisiert haben“ laut Zeitungsbericht nie ein Beweggrund zur Nichtdurchführung des Trainingsgeländes für den MSC Kasendorf waren. Diese Gründe stellen sich aber nicht mehr, da Anstrengungen in dieser Richtung aktiv zu werden meist immer durch die selbe Institution untergraben werden. Die Jagdgenossenschaft tut ihr möglichstes sowohl bei der Behörde, als auch bei den Bauern um sie gegen diese Sportart aufzuhetzen und droht mit der Beeinflussung des Jagdbogens und der damit verbundenen Wertminderung des Jagdreviers. In dem genannten Fall wurde der Druck auch weiter auf den Besitzer ausgeübt, der wegen massiver Einwände der Bevölkerung in Gärtenroth die Zustimmung für die Benutzung seiner Sandgrube zurückziehen musste, auch weil es für ihn eventuell schwerwiegende Folgen für den Geschäftsbetrieb haben könnte.

Der MSC Kasendorf wird sich in Zukunft trotz vieler Steine, die ihm in den Weg gelegt werden, bemühen ein Trainingsgelände zu erhalten um Jugendarbeit zu leisten, auch wenn dem Verein aus einschlägigen Erfahrungen bekannt ist, dass die Jagdgenossenschaft sämtliche Hebel in Bewegung setzen wird um dies zu verhindern und somit jeden Ansatz schon im Aufkommen zu ersticken. Der Verein hofft auf eine Unterstützung der dem Motorsport zugeneigten Bevölkerung und auch seitens des Landratsamtes, da auch jeder Antrag nicht nur mit Mühen, sondern auch mit Kosten verbunden ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Vorstandschaft MSC Kasendorf

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